Regionalsport

FC Carl Zeiss Jena: Der Aufstieg wird bis in die Nacht gefeiert

Es ist geschafft: Der FC Carl Zeiss Jena ist in die 3. Fußball-Liga aufgestiegen. Am Ende zittert der Club, aber schafft das große Ziel. Nun wird gefeiert, ehe die Planungen für die neue Saison vorangehen.



2017-06-01
Jubel über den Aufstieg in Jena.   Foto: Gerhard Koenig
Jena  - Nach dem Abpfiff stürmten die Fans den Rasen im Ernst-Abbe-Sportfeld und bejubelten mit den Spielern euphorisch den Aufstieg: Der FC Carl Zeiss Jena ist nach fünf Jahren Viertklassigkeit wieder in den bezahlten Fußball zurückgekehrt. Der Meister der Regionalliga Nordost konnte sich nach dem 3:2-Hinspielsieg am Donnerstag im Relegationsrückspiel sogar eine 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den West-Staffelsieger Viktoria Köln leisten, um den Aufstieg in die 3. Liga perfekt zu machen.

«Das ist der absolute Wahnsinn, wir sind überglücklich und da, wo wir hin wollten», sagte Timmy Thiele, der im Hinspiel zwei Tore geschossen hatte. Sein Teamkollege Bedi Buval sagte dem MDR-Fernsehen: «Es ist ein großer Tag für uns und den Verein. Darauf haben wir die ganze Saison hingearbeitet.» Zur Fußball-Hymne «Never walk alone» ließen sich die Spieler anschließend auf der Tribüne von ihren Anhängern feiern. Sie skandierten «Nie mehr vierte Liga, nie mehr, nie mehr.» Viele schnitten sich Stücke aus dem Tornetz als Erinnerungsstück heraus.

Geschäftsführer Chris Förster war nach dem Abpfiff fertig mit den Nerven. «Das 0:1 hätte ich nicht gebraucht. Das ist ein komischer Modus, aber wir haben es geschafft. Wir haben das Ding nach Hause gebracht», sagte er und hofft nun auf einen schnellen Stadionneubau. «Jetzt weiß jeder, dass wir ein neues Stadion brauchen, jetzt kommt keiner mehr drum herum. Wir haben die Vorlage gegeben», sagte er.

Damit hat Thüringen mit dem FC Rot-Weiß Erfurt wieder zwei Drittligisten. Insgesamt spielen nun mit dem 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock, FSV Zwickau, Chemnitzer FC und Hallescher FC sieben Clubs aus den neuen Bundesländern in der 3. Liga. «Sechs Ost-Derbys, was will man mehr. Das ist phänomenal», sagte Förster.

In der ersten Hälfte begegneten sich beide Teams vor 13 800 Zuschauern im Jenaer Ernst-Abbe-Stadion in der zweikampfbetonten Partie auf Augenhöhe. Jena bemühte sich, den Vorsprung aus dem Hinspiel auszubauen und setzte die Kölner von Beginn an unter Druck. Chancen ergaben sich allerdings vor allem durch Fehler der Gäste, doch auch diese waren nicht zwingend genug. Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild.

Das Team von CFC-Coach Trainer Mark Zimmermann hatte das Spiel eigentlich im Griff, doch in der 81. Minute traf Fatih Candan für die Rheinländer. Im Anschluss geriet Jena mächtig unter Druck, und die Kölner hatten in der Nachspielzeit noch zwei Großchancen. Aber Jena zitterte sich über die Zeit und bejubelte den Aufstieg. dpa
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01. 06. 2017
22:58 Uhr

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