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Weil verteidigt Beschränkungen für Urlauber aus Hotspots

Wer aus den NRW-Kreisen Gütersloh und Warendorf kommt, darf in Niedersachsen nur noch mit Attest Urlaub machen. Ministerpräsident Weil verteidigt das Vorgehen gegen Kritik.



Stephan Weil
Niedersachsen lässt Urlauber aus Gütersloh und Warendorf nur noch dann übernachten, wenn sie ein Attest vorlegen können.   Foto: Peter Steffen/dpa

Nach dem Corona-Ausbruch im Bereich Gütersloh in Nordrhein-Westfalen hat der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die beschlossenen Beschränkungen für Urlauber aus dieser Region verteidigt.

«Das sind schon Zahlen, die sprengen die sonstigen Verhältnisse deutlich», sagte der Regierungschef im ARD-«Morgenmagazin» über die hohen Infektionszahlen in den nordrhein-westfälischen Kreisen Gütersloh und Warendorf.

In Niedersachsen dürfen Touristen aus diesen Kreisen bald nur noch mit ärztlichem Attest in Hotels, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen übernachten. Sowohl in Gütersloh als auch in Warendorf wird der von Bund und Ländern vereinbarte Grenzwert von 50 Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner klar überschritten.

Ähnliche Regeln wie in Niedersachsen gelten in Bayern. Schleswig-Holstein erließt eine Quarantäneregelung. Baden-Württemberg kündigte am Mittwoch ein Beherbungsverbot an, für das es mit Attest Ausnahmen geben soll.

«Das, was bis jetzt geschieht, lässt sich aus meiner Sicht sehr sehr gut begründen», sagte Weil. Mit den Beschränkungen folge Niedersachsen der Beurteilung der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Die Umstellung von einem allgemeinen Lockdown hin zu einer konzentrierten regionalen Bekämpfung habe sich aus seiner Sicht bewährt, sagte Weil.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) erinnerte in der Sendung «NDR Info» an den Schutzauftrag der Landesregierung: «Und wir müssen dafür sorgen, dass das Corona-Virus sich nicht verbreitet. Wir müssen weiterhin vorsichtig bleiben.» Althusmann warnte insbesondere vor einem Corona-Ausbruch in den touristischen Regionen des Bundeslandes, die das gesamte touristische Leben dort zum Erliegen bringen könnten.

© dpa-infocom, dpa:200625-99-557297/5

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Veröffentlicht am:
25. 06. 2020
13:44 Uhr

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25. 06. 2020
13:44 Uhr