Schlaglichter

Migranten wollen Merkel handeln sehen

Berlin - Nach dem mutmaßlich rassistisch motivierten Anschlag von Hanau erwartet die Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) konkrete Schritte.



Farhad Dilmaghani
Farhad Dilmaghani  

Berlin - Nach dem mutmaßlich rassistisch motivierten Anschlag von Hanau erwartet die Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) konkrete Schritte. "Die Würde des Menschen ist nicht gleichermaßen unantastbar für alle Menschen in Deutschland 2020", schrieb das Netzwerk in einem veröffentlichten Brief an Merkel. Der Konferenz gehören nach eigenen Angaben
40 Migrantenorganisationen an. "Deutschland hat ein Rassismusproblem", sagte Farhad Dilmaghani, der die Initiative Deutschplus leitet, die sich für Vielfalt engagiert. Er stellte die Forderungen mit weiteren Vertretern der Konferenz vor.

Ein Viertel der Bevölkerung habe einen Migrationshintergrund und fürchte "um seine Unversehrtheit, um seine Zukunft und die seiner Kinder", schrieben die Absender in ihrem Brief an Merkel. Sie nahmen auch auf die kürzlich aufgeflogene mutmaßliche rechte Terrorzelle "Gruppe S." Bezug. Sie soll Anschläge auf Moscheen sowie in Thüringen geplant haben, wo der FDP-Politiker Thomas Kemmerich mit den Stimmen von Union und AfD zum Ministerpräsidenten gewählt wurde.

 

Lesen Sie dazu den Kommentar: "Wir sind alle Mitbürger" >>>

 

Die Konferenz beklagte, im gesamten Kabinett gebe es nicht eine Person, die Erfahrung habe mit Rassismus. "Man stelle sich ein Kabinett vor, das nicht einen einzigen Ostdeutschen umfasst oder keine einzige Frau." Bei der Pressekonferenz forderte das Netzwerk auch eine Quote für Menschen mit Migrationshintergrund: "Wenn man ein Viertel der Bevölkerung ausmacht, dann sollte eine Quote sich in diesem Bereich bewegen", sagte Dilmaghani. Beim nächsten Integrationsgipfel im Kanzleramt am Montag sollten "substanzielle, zählbare Verbesserungen" auf den Weg gebracht werden, verlangten die Absender des Briefs. "Deutliche Worte nach Gewalttaten alleine helfen nicht, weitere Opfer zu verhindern." Konkret forderten die Briefschreiber auch einen "ständigen Partizipationsrat Einwanderungsgesellschaft" aus Wissenschaftlern und Vertretern von Migrantenorganisationen. dpa Foto: Wolfgang Kumm/dpa Kommentar Seite 4

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Veröffentlicht am:
27. 02. 2020
20:24 Uhr

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27. 02. 2020
20:24 Uhr