Meiningen

Nun mit Volldampf zur Erlebniswelt: Fördermittel beantragt

Vier Jahre nach dem öffentlichen Bekenntnis von Bahn AG, Freistaat und Stadt Meiningen zum Bau der einzigartigen Dampflok-Erlebniswelt hat Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee den Fördermittelantrag entgegengenommen.



Vor der frisch instandgesetzten HSB-Dampflok 99 6001 ließ sich Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee von Bürgermeister Fabian Giesder, DLW-Fertigungstechniker Maximilian Roesler und Iris Gutt, Geschäftsbereichsleiterin Stadtentwicklung und Bauen, über die einzigartige Ausstellungskonzeption der Dampflok-Erlebniswelt informieren.	Foto: Ralph W. Meyer
Vor der frisch instandgesetzten HSB-Dampflok 99 6001 ließ sich Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee von Bürgermeister Fabian Giesder, DLW-Fertigungstechniker Maximilian Roesler und Iris Gutt, Geschäftsbereichsleiterin Stadtentwicklung und Bauen, über die einzigartige Ausstellungskonzeption der Dampflok-Erlebniswelt informieren. Foto: Ralph W. Meyer  

Meiningen - Was lange währt, wird endlich gut! Wenn dieser Spruch hält, was er verspricht, dann steht der Realisierung des ehrgeizigen Projektes Dampflok-Erlebniswelt nun nicht mehr allzu viel im Weg. Nach langer und durchaus steiniger Vorbereitungsphase konnte Meiningens Bürgermeister Fabian Giesder am Mittwoch den Antrag auf Fördermittel für die einzigartige Ausstellung an Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) übergeben. Dies geschah nicht irgendwo, sondern vor eindrucksvoller Kulisse in der großen Lokhalle des Dampflokwerkes (DLW). DLW-Fertigungstechniker Maximilian Roesler und Björn Weyrauch, Leiter des DLW-Technik-Kompetenz-Centers, hatten dafür die frisch lackierte Lok 99 6001 der Harzer Schmalspurbahnen zur Verfügung gestellt, die am Donnerstag nach umfangreichen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten das Werk verlassen wird. Auf einem großen Monitor lief zudem ein Film, mit dem der Minister einen ersten Eindruck vom Ausstellungskonzept vermittelt bekam.

Tiefensee zeigte sich sehr angetan, weil die Dampflok-Erlebniswelt eben kein normales Museum werden soll. Das innovative Ausstellungskonzept soll auf einzigartige Weise Geschichte erlebbar und Technik für junge wie ältere Besucher begreifbar machen. Dass dies nicht mit Kleckern, sondern nur mit Klotzen zu erreichen ist, spiegelt sich in den prognostizierten Kosten wieder. Diese bewegen sich inzwischen bei insgesamt rund 9 Millionen Euro. Gut 7,5 Millionen werden für die Ausstellung benötigt, in deren Mittelpunkt eine partiell zerlegte Dampflok stehen wird. Für diesen Teil trägt bezüglich der Förderung das Wirtschaftsministerium Verantwortung. Weitere 1,5 Millionen Euro werden für die Sanierung und den Umbau der alten RAW-Kantine benötigt. Hierfür sind Städtebaufördermittel beantragt. Insgesamt rechnet Fabian Giesder mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 90 Prozent. Er hofft nun auf eine Bescheid-Übergabe im Herbst, um dann in einer günstigen Zeit die Bauleistungen ausschreiben zu können.

Wolfgang Tiefensee nutzte die Gelegenheit, sich über die Arbeit der Dampflokwerker informieren zu lassen. Maximilian Roesler, der selbst Mitglied im Kuratorium für die Entwicklung des Erlebniswelt-Konzeptes ist, übernahm diesen Part.

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Ralph W. Meyer

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Veröffentlicht am:
11. 07. 2018
15:50 Uhr

Aktualisiert am:
11. 07. 2018
16:11 Uhr

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11. 07. 2018
15:50 Uhr

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11. 07. 2018
16:11 Uhr