Sonneberg/Neuhaus

Ideenschmiede der kleinen Forscher von morgen

Zum dritten MINT-Tag haben sich Vertreter von Schulen und Kindergärten, Partner aus der Wirtschaft, Stadträte, Verwaltungsmitarbeiter, Vertreter der Hochschule Coburg und viele mehr in der "Wolke 14" getroffen.



Die Schüler des staatlichen regionalen Förderzentrums Sonneberg waren beim dritten MINT-Tag der Stadt Sonneberg vertreten. Im Vorfeld hatten sie Weihnachtsgestecke und Keramiken hergestellt. Auch wurden Stollen und Brot gebacken: Die Zutaten hierfür mussten sie vorher genau ausrechnen.
Die Schüler des staatlichen regionalen Förderzentrums Sonneberg waren beim dritten MINT-Tag der Stadt Sonneberg vertreten. Im Vorfeld hatten sie Weihnachtsgestecke und Keramiken hergestellt. Auch wurden Stollen und Brot gebacken: Die Zutaten hierfür mussten sie vorher genau ausrechnen.   Foto: Heidi Losansky » zu den Bildern

Sonneberg - "Lassen Sie uns hier und heute gemeinsam ein weiteres Signal zur nachhaltigen Sicherung des Fachkräftebedarfs in unserer Region aussenden. Nach meiner festen Überzeugung kann unsere Wirtschaft nur gedeihen und können wir uns als attraktiver Arbeits- und Lebensstandort nur dann weiterentwickeln, wenn Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Kommunen eng verzahnt vorgehen." Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Heiko Voigt die Anwesenden zum 3. sogenannten MINT-Tag in der Mehrzweckhalle des Stadtteilzentrums Wolkenrasen, Wolke 14.

Der Begriff MINT

MINT ist eine zusammenfassende Bezeichnung von Unterrichts- und Studienfächern beziehungsweise Berufen aus den Bereichen M athematik, I nformatik, N aturwissenschaft und T echnik.

 

Zur weiteren Vernetzung von Bildungseinrichtungen und ortsansässigen Unternehmen habe die Stadt Sonneberg bereits vor einigen Jahren einen nachhaltigen Prozess gestartet und sich so Schritt für Schritt zur MINT-Region entwickelt, unterstrich Voigt die Notwendigkeit der Initiative. Wichtig an so einem Tag sei ihm außerdem, dass Vertreter aus dem Bildungsbereich - aus Schulen und Kindertageseinrichtungen - den Akteuren aus der Wirtschaft begegnen. Bei den Gesprächen an den Ständen erhoffte sich Voigt viele Ideen für Partnerschaften und Projekte. Die Veranstaltung sollte auch dazu dienen, Kinder frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu interessieren und zu begeistern.

Standort braucht Jugend

Hier sieht Voigt den Impuls für eine Weiterentwicklung in Richtung der naturwissenschaftlichen und technischen Berufe. "Der hiesige Wirtschaftsstandort braucht diesen Nachwuchs dringend. Heute - und auch in Zukunft", signalisiert der Bürgermeister, verweist auf die vor großen Herausforderungen stehende Welt der Automobilindustrie, der Kunststoffproduktion und des Maschinenbaus als Schlüsselbranchen in der Region und blickt auf die Wasserstoffforschung, die als Netzwerkknoten und Brückenkopf zwischen thüringischen und bayerischen Initiativen von Sonneberg aus aktiv vorangetrieben wird.

Heiko Voigt macht außerdem deutlich: "Der MINT-Tag ist quasi die Ideenschmiede der kleinen Forscher und der Tüftler von morgen. Und wenn gemeinsam eine gute Idee entwickelt wurde, werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten natürlich auch bei der Umsetzung helfen. Dazu haben wir hervorragende Partner an unserer Seite. Zunächst natürlich die Vertreter unserer Unternehmen. Aber auch treue Förderer und Sponsoren, ohne deren Engagement so manches Projekt nicht möglich gewesen wäre." Für dieses Engagement bedankt sich Bürgermeister Voigt bei allen Akteuren, Helfern und Treibern vor und hinter den Kulissen, besonders bei seinem Stellvertreter Christian Dressel, der ständig für die MINT-Idee aktiv sei, und bei Mark Hoffmann und Hauke Hasenknopf von der Hochschule Coburg. Als Studiengang-Koordinatoren treiben sie einen berufsbegleitenden Master-Studiengang "Zukunftsdesign" voran.

Von Coburgern lernen

"Lassen Sie sich überraschen", führte Heiko Voigt weiter aus, "wie man hier Zukunft auch ohne iMac und Adobe Creative Suite gestalten kann … Überhaupt können wir mit unseren Bemühungen sicher noch viel mehr von der Hochschule Coburg lernen. Denn mit dem sogenannten Coburger Weg und der Idee einer Art "studium generale" sowie ihren vielfältigen und seit Jahren bewährten MINT-Initiativen kann sich die Hochschule Coburg mit Fug und Recht als Wegbereiter für den Blick und die Gestaltung unserer Zukunft vor Ort ansehen." Er betont: "Dass ich dabei fränkisch denke und meine Vision der weiteren Entwicklung Sonnebergs eng mit der unserer Nachbarn im Coburger Land verbunden und verzahnt sehe, dürfte hinreichend bekannt sein."

An einem konkreten Beispiel zeigte der Bürgermeister auf, wie ein solches Miteinander funktionieren kann und wie man gemeinsam davon profitiert: "Sonneberg und Neustadt bei Coburg erarbeiten gerade ein Integriertes Entwicklungskonzept für die weitere länderübergreifende Zusammenarbeit. Schon die Erstellung, vor allem aber später die Umsetzung dieses Konzepts wird von den beiden Freistaaten Thüringen und Bayern hoch gefördert. Daher wollen der Neustadter Oberbürgermeister Frank Rebhan und ich den weiteren Ausbau unserer jeweiligen MINT-Aktivitäten unter dem Dach der Son.Nec-Kooperation zusammenführen. Wir haben sehr viel Erfahrung mit MINT-Projekten schon im Kita-Bereich. Das Neustadter Arnold-Gymnasium sahnt Jahr für Jahr Preise bei "Jugend forscht" ab. Da liegt es doch auf der Hand, unsere Erfahrungen und unsere Kraft zu bündeln …".

Geld und Geschenke

Anschließend überreichten Bürgermeister Voigt und der hauptamtliche Beigeordnete Christian Dressel allen Kindergärten der Stadt das Neustadter und Sonneberger Lieder- und Malbuch "Lasst uns beginnen - gemeinsam zu singen" sowie eine Zuwendung für weitere Projektarbeiten. Die Mittel kamen unter anderem von der Sibylle-Abel-Stiftung, dem Rotary Club Sonneberg und von Stadt-Wegewart Andreas Pawletta. Zu Beginn der Veranstaltung hatten Mitglieder des Rotary Clubs Sonneberg der Stadt einen Scheck in Höhe von 1000 Euro als weitere Unterstützung der MINT-Initiative übergeben.

Mark Hoffmann und Hauke Hasenknopf von der Hochschule Coburg nutzten die Gelegenheit, den Teilnehmern des dritten Sonneberger MINT-Tages einen Einblick in ihre Arbeit zu vermitteln. Danach standen die Stände der Schulen und Kindertageseinrichtungen im Fokus der Besucher. Es wurde reichlich gestaunt, gefragt und mitgemacht.

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Heidi Losansky
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Veröffentlicht am:
12. 11. 2019
00:00 Uhr

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Heidi Losansky

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12. 11. 2019
00:00 Uhr