Sonneberg/Neuhaus

Schmidtke kündigt für Neuhaus Gesundheitskonferenz an

Regiomed will für die Neuhäuser Klinik ein Zukunftskonzept unter Beteiligung von Politik und Beschäftigten auflegen.



Zur Zukunft des Krankenhausstandortes am Kammweg will das Regiomed-Management mit niedergelassenen Ärzten in Neuhaus ins Gespräch kommen. F.: nk
Zur Zukunft des Krankenhausstandortes am Kammweg will das Regiomed-Management mit niedergelassenen Ärzten in Neuhaus ins Gespräch kommen. F.: nk  

Neuhaus am Rennweg/Coburg - Für die Regiomed-Klinik in Neuhaus am Rennweg soll, gemeinsam mit Beteiligten und Betroffenen, ein Zukunftskonzept für die medizinische Versorgung erarbeitet und diskutiert werden. Das hat die Geschäftsführung der Regiomed Kliniken jetzt beschlossen.

"Mir ist es wichtig, in ein psychologisch ruhiges Fahrwasser zu kommen. Das sichert am Ende auch Nachhaltigkeit und Qualität des Konzeptes und das Verständnis aller Beteiligten", erläutert Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke den Hintergrund. Man plane derzeit ein gestuftes Verfahren - zunächst werde er gemeinsam mit Politik und Mitarbeitern sprechen. In einem weiteren Schritt sei eine "Gesundheitskonferenz" mit niedergelassenen Ärzten, Therapeuten und Verantwortlichen der Klinik in Neuhaus geplant. "Wir müssen das Rad nicht neu erfinden", sagt Schmidtke. "Es gibt bereits innovative Versorgungsmodelle in Deutschland, von denen wir uns inspirieren lassen können."

Diese gelungenen Beispiele einer Krankenversorgung, die die Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung überwinden, sollen auf der Gesundheitskonferenz im Rahmen ausgewählter Impulsvorträge präsentiert und anschließend diskutiert werden.

"Wenn die Eckpunkte eines Zukunftskonzeptes vorliegen, werden wir die Bürgerinnen und Bürger von Neuhaus beteiligen und wünschen uns, mit ihnen ins Gespräch zu kommen", gibt Schmidtke Einblick in die Pläne. "Die politisch Verantwortlichen könnten dann eine Art Bürgerversammlung planen."

So ein Verfahren brauche aber Vorbereitung und damit auch Zeit. "Die Frührehabilitation in Neuhaus wird weiterhin im Rahmen der Inneren Medizin stattfinden", stellt der Geschäftsführer für die Regiomed-Einrichtungen in Thüringen, Michael Jung, klar. In der Diskussion im Kreistag und der Öffentlichkeit sei scheinbar ein Missverständnis entstanden. "Aufgrund des ärztlichen Fachkräftemangels müssen wir die Ressourcen bündeln. Das bedauern wir natürlich. Es ist aber derzeit nicht anders zu lösen."

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2019
14:42 Uhr

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14:42 Uhr