Thüringen

Baugenehmigung für Moschee in Erfurt erteilt

Erfurt - Die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde hat eine Genehmigung für den Bau einer Moschee in Erfurt erhalten.




Das bestätigte der Sprecher der Gemeinde in Thüringen, Suleman Malik, am Freitag in Erfurt. Das Schreiben der Stadtverwaltung Erfurt sei am Donnerstagabend eingegangen. Ob Auflagen erteilt wurden, konnte Malik noch nicht sagen. Vertreter der Ahmadiyya-Gemeinde würden sich zu dem Projekt und der erteilten Genehmigung am späten Freitagnachmittag äußern, kündigte er an. Das Projekt im Erfurter Ortsteil Marbach ist umstritten. Es ist das erste Neubauprojekt einer Moschee in Thüringen.


Die Ahmadiyya-Gemeinde möchte einen eingeschossigen Bau mit einem acht Meter hohen Zierminarett und einer drei Meter hohen Kuppel sowie zwei Gebetsräumen und einer Wohnung für den Imam errichten. Er soll nach langer, kontroverser Diskussionen auf einem Gewerbeareal in dem Ortsteil entstehen. Der Bauantrag sei Anfang April 2017 gestellt worden, sagte Malik.

Gegner des Moscheebaus hatten im vergangenen Jahr in der Nähe des vorgesehenen Baugeländes große Holzkreuze aufgestellt und Holzspieße mit Schweinekadavern aufgestellt. Das hatte zu heftigen öffentlichen Debatten von Befürwortern und Gegnern des Projekts gesorgt. Derzeit betreibt die Ahmadiyya-Gemeinde nach eigenen Angaben 52 Moscheen in Deutschland. dpa
 

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Veröffentlicht am:
12. 01. 2018
11:33 Uhr

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12. 01. 2018
11:33 Uhr