Wirtschaft

Thüringer geben geschenktes Vermögen meist wieder aus

Berlin/Erfurt - Geschenke als vorgezogenes Erbe werden in Deutschland laut einer Erhebung immer beliebter. In Baden-Württemberg und Thüringen würden schon gut 30 Prozent der Schenkungen in Höhe von mindestens 1.000 Euro ausdrücklich als vorweggenommene Erbschaft vergeben.



Goldbarren
Goldbarren sind auf einen Tisch gestapelt (Symbolbild).   Foto: Sven Hoppe, dpa

Wie die in Berlin ansässige Quirin Privatbank am Mittwoch mitteilte, hätten in einer Umfrage fast die Hälfte aller Erwachsenen (43 Prozent)ab 18 Jahre angegeben, schon mindestens einmal ein Geschenk im Wert ab 1.000 Euro erhalten zu haben. Am häufigsten sei es dabei um Bargeld oder Überweisungen (60 Prozent) gegangen. Fast jedes sechste Geschenk habe aber auch schon Immobilien (15 Prozent) enthalten.

Wenn Thüringer eine Schenkung bekommen, werde das Geld so oft wie in keinem anderen Bundesland direkt wieder für kleine und größere Anschaffung ausgegeben. 41 Prozent der Thüringer tun das laut der Erhebung. Dies sei im Bundesländervergleich der höchste Wert.

Gold-Geschenke seien in Thüringen ganz selten. Nur bei 5 Prozent der Schenkungen über 1000 Euro sei auch das Edelmetall dabei. Die Thüringer seien damit bundesdeutsches Schlusslicht. Auch Schmuck und Diamanten seien bei Schenkungen im Freistaat selten. 

Nirgends sonst als in Thüringen aber kommen Schenkungen so häufig von der Mutter alleine (21 Prozent - Bundesschnitt 16 Prozent). Thüringer scheinen gut auf die Schenkung vorbereitet zu sein: nur 36 Prozent seien von der Schenkung überrascht.

Für die Studie hatte das Marktforschungsinstitut YouGov Deutschland im Auftrag der Quirin Privatbank im März 2018 bundesweit 7.339 Online-Interviews geführt. maz

 

 

 

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Veröffentlicht am:
16. 05. 2018
15:00 Uhr

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16. 05. 2018
15:00 Uhr