Lokalsport Hildburghausen

Das wär’ vom Niveau her Champignon!

Wir fahren, wir fahren, wir fahren nach ... . Ja, wo fahren se denn eigentlich hin? Keine Ahnung! Vielleicht haben die Lauschaer deshalb nach dem Einzug ins Endspiel des Kreispokals nur Finale, Finale gesungen. Ist der Endspielort doch noch gar nicht bekannt.



Vom Leder gezogen: Euer Willi Ballermann
Vom Leder gezogen: Euer Willi Ballermann  

Wir fahren, wir fahren, wir fahren nach ... . Ja, wo fahren se denn eigentlich hin? Keine Ahnung! Vielleicht haben die Lauschaer deshalb nach dem Einzug ins Endspiel des Kreispokals nur Finale, Finale gesungen. Ist der Endspielort doch noch gar nicht bekannt. Na ja, Hauptsache ich konnte mir auch mal wieder ein Spiel um die Wurst anschauen. Richtiger Leckerbissen war das in Lauscha. ’Ne ordentliche Kabanossi!

Bei der Relegation konnte ich ja leider nicht dabei sein. Musste doch erst mein Testergebnis abwarten. Euer Ballermann war nämlich on Tour. Am spanischen Sandstrand. Da, wo es jedes Jahr alle Ballermänner hinverschlägt. Auch euern Willi. Ist irgendwie zur Tradition geworden, seitdem ich damals mit den Jungs, nach unserem Pokalerfolg auf Kreisebene ... .

Wie auch immer: Lang ist’s her! Muss ja jetzt auch nicht mehr so wild zugehen wie damals. Bin ja jetzt auch schon etwas älter. Ende, Mitte, Quatsch Anfang 50. Wobei vom Gefühl her immer noch Mitte zwanzig. Hätt’ ich doch wenigstens die Qualitäten an der Theke damals auch am Ball gezeigt, hach, ich hätte mindestens Zweite Bundesliga gespielt. Mindestens!

Aber kein Grund, jetzt melancholisch zu werden. Und Sorgen müsst ihr euch um euern alten Willi auch keine machen. Ich kann euch beruhigen: Das Testergebnis ist negativ. Willi Ballermann geht’s blendend. Bis auf das Sodbrennen. Im Urlaub gönnt man sich ja dann doch hin und wieder was. Na ja, sei’s drum!

Ansonsten ist alles in bester Ordnung! Wobei mich die Leute am Samstag in Lauscha angeschaut haben, als käm’ ich von ’nem andern Stern. Vermutlich liegt’s an meinem neuen Look. Bin ich doch tatsächlich mit Mundschutz im Gesicht unter der spanischen Sonne eingeschlafen.

Ich sag’ euch: Das sieht aus. Zum Schießen! Da hab’ ich doch glatt, auch wenn ich da hinten ganz allein in der Ecke stand, das olle Ding wieder aufgesetzt. Natürlich ein neues, frisch gewaschen und gebügelt. Nicht, dass es am Ende noch heißt, der Ballermann trägt seit Wochen denselben Stofffetzen im Gesicht. Nee, nee! Da acht’ ich schon drauf. Meine Annegret ist da auch hinterher. Die stellt ja selbst auch solche Dinger her. In unterschiedlichen Mustern und Farben.

Soll ja auch zum Outfit passen. Zumindest, wenn es nach ihr geht. Mir ist das eigentlich wurst! Hauptsache es erfüllt seinen Zweck. Zum Beispiel ungeliebte Stellen im Gesicht zu verdecken. Ja, so ein Mundschutz kann schon ganz effizient sein.

Leider konnte man den Erlauern diese Eigenschaft in Lauscha nicht nachsagen. Aber wenn die den Anschlusstreffer noch gemacht hätten, das wär’ noch mal richtig eng geworden. Könnt ihr mir glauben! Aber manchmal gibt es eben so Tage, da will die Pille partout nicht rein. Das liegt dann entweder am eigenen Unvermögen oder am Mann zwischen den Pfosten. Das war ja schon wie der Neuer im Halbfinale und Finale der Champignons. Saison geht jetzt übrigens wieder los, daran kann auch Corona nichts ändern. Champignon bleibt eben Champignon!

Ja, und Capan ist Capan und steht im Tor der SG Lauscha. Vielleicht sollten die Erlauer Einspruch einlegen. Das grenzt ja schon an Wettbewerbsverzerrung. Der Tuchel-Thomas würde mir wohl sicherlich beipflichten. Ein guter Torwart geht ja mal gar nicht! Was soll denn das?

Und dann war ja auch noch Schuleinführung. Deshalb haben auf Seiten des Erlauer SV ja auch einige Stammspieler gefehlt. Also nicht, weil die jetzt eingeschult wurden, sondern der Nachwuchs beziehungsweise der von Freunden, Bekannten. Na ja, ihr wisst schon, was ich meine. Aber, nee, vielleicht sollten die wirklich Einspruch einlegen - die Erlauer.

Ich mein’, dass liegt doch voll im Trend, sich richtig schön zu streiten, sich Paragrafen um die Ohren zu hauen. Corona-Zeit ist eben Demo-Zeit! Aber ich hab’ schon gehört, dass die Erlauer diesen Weg nicht einschlagen werden. Man ist am Ende einfach zu schlecht gewesen, ist gar aus dem Kreise der Grün-Weißen zu hören. Vielleicht wäre das mal ein Rezept von allen Seiten in der Corona-Zeit: Sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, zu Fehlern zu stehen und aufeinander zuzugehen. Ob in Berlin oder in Südthüringen. Das wär’ vom Niveau her Champignon!

Wie auch immer: Ich lass’ mir jetzt erst mal ’nen richtig schönen Bart wachsen. Damit dieser weiße Fleck in meinem ansonsten Broiler-braunen Gesicht nicht mehr zu sehen ist. Obwohl der sogenannte Quarantäne-Bart ja längst schon wieder out ist. Egal! Muss ja nicht immer mit dem Trend gehen. Weiß auch, ehrlich gesagt, noch nicht, wie lang ich das Ding wachsen lasse. Da halte ich es wie die Jungs vom KFA: Erst mal gucken, und dann gönn ma immer noch entscheiden. Wäre in Zukunft vielleicht auch was für die vom TFV.

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Veröffentlicht am:
31. 08. 2020
00:00 Uhr

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31. 08. 2020
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