Regionalsport

Skeleton-Erfolgscoach Jens Müller beendet Trainer-Karriere

Oberhof - Jens Müller beendet mit 52 Jahren seine Trainerlaufbahn. Der ehemalige Rennrodler und Olympiasieger von 1988 wird am 30. Juni sein Amt als Skeleton-Chefcoach im Bob- und Schlittenverband für Deutschland niederlegen.



jens mueller
Skeleton-Trainer Jens Müller   Foto: Archiv/Tobias Hase, dpa

Das teilte der BSD am Montag mit. «Nach fast 40 Jahren im Leistungssport und davon gute 20 Jahre auf Reisen, ist nun Schluss», hieß es.

Müller hatte seine Entscheidung bereits am Samstag in der Sportausschuss-Sitzung des BSD bekanntgegeben. Er steigt damit ein halbes Jahr vor Ablauf seines Vertrages aus. Ein Ende mitten in der neuen Saison wäre dem BSD und dem Skeleton-Team gegenüber nicht fair gewesen, begründete Müller.

Nach den Winterspielen sei etwas Zeit gewesen, über die letzten Jahre nachzudenken. «Am Ende stand für mich die Entscheidung, meine Laufbahn zu beenden, aus mehreren Gründen fest: Meine persönlichen Zielstellungen bezüglich der Entwicklung des Skeletonsports waren andere, als es die heutigen Ergebnisse darstellen», sagte Müller.

Unter der Führung des Thüringers als Chefcoach seit 2010 holten die deutschen Skeleton-Asse 15 Gold-, 19 Silber- und 19 Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. «Jens Müller ist ein unglaublich kompetenter, erfolgreicher Trainer und zudem ein sehr zielstrebiger und vorbildlicher Mensch», sagte Verbands-Vorstandschef Thomas Schwab. Der BSD bedauere sehr, dass Müller seinen Vertrag als Cheftrainer vorzeitig auflösen und den Verband verlassen werde.

In seiner aktiven Karriere als Rodler (1979 bis 2001) war Müller 1988 zu Olympia-Gold gefahren. Insgesamt holte er bei Winterspielen sowie Welt- und Europameisterschaften vier Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen. dpa
 

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Veröffentlicht am:
16. 04. 2018
10:37 Uhr

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16. 04. 2018
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