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Bundesliga: Das war der Samstag, das bringt der Sonntag

Vor dem Start in die Champions League feiern drei der vier deutschen Starter Siege in der Bundesliga. Die Bayern und Leipzig überzeugen, bei Dortmund feiert der Kapitän sein erstes Tor seit mehr als einem halben Jahr.



Zweikampf
Jamal Musiala (l) von Bayern in Aktion gegen Brian Behrendt (M) von Bielefeld.   Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

RB Leipzig bleibt oben, aber der FC Bayern und Borussia Dortmund machen Druck. Abseits des Rasens bleiben die Corona-Sorgen der Fußball-Bundesligisten groß.

In Mainz verschärft sich zudem die sportliche Krise - der FC Schalke will am heutigen Sonntag gegen die eigene Negativserie ankämpfen.

TORMASCHINE: Zwei Tage nach dem souveränen Weiterkommen im Pokal waren beim FC Bayern die geschonten Nationalspieler zurück in der Startelf - und legten bei Arminia Bielefeld eine völlig dominante erste Halbzeit hin. Nach 51 Minuten führten die Bayern durch je zwei Tore von Thomas Müller und Robert Lewandowski mit 4:0. Es folgten eine weniger starke Phase, ein Gegentor zum 1:4 und eine Rote Karte für Corentin Tolisso. «Da machen wir uns das Leben selbst schwer», sagte Trainer Hansi Flick, den vor allem der «blöde» Platzverweis ärgerte. Dennoch: Starke 17 Tore aus den ersten vier Spielen sind Liga-Bestwert und gelangen zuletzt Borussia Mönchengladbach 1967/68. Die aktuelle Gladbacher Mannschaft kam indes nicht über ein 1:1 gegen den VfL Wolfsburg hinaus.

UNMUT I: RB Leipzig musste nach einem positiven Test auf Amadou Haidara verzichten, Hoffenheim fehlten coronabedingt neben Andrej Kramaric noch zwei weitere Profis. Gleich mehrere Teams mussten ihre stark beanspruchten Nationalspieler nach den jüngsten Abstellungen verzichten. «Das ist ein Ausrufezeichen, das wir jetzt mal setzen müssen, vielleicht als Liga, vielleicht über die DFL, dass wir in der nächsten Abstellungsperiode anders agieren», sagte Alexander Rosen, Direktor Profifußball bei Hoffenheim, beim TV-Sender Sky. «Zur Not müssen wir intensiver drüber nachdenken, die Jungs nicht gehen lassen.»

KOPFBALLUNGEHEUER: Ein Bundesligator erzielte Angeliño vergangene Saison in seiner ersten Halbserie für RB Leipzig. Diese Spielzeit traf der 23-Jährige schon gleich zweimal - und beide Male per Kopf. Dies gelang ihm wie schon beim 4:0 gegen den Schalke 04 nun auch beim 2:0 beim FC Augsburg. Angesichts seiner Körpergröße ein außergewöhnliches Vergnügen. «1,75m geballte Kopfball-Power», twitterte RB - und erhielt Antwort von seinem eigenen Spieler. Er sei in Wirklichkeit 1,71 Meter groß, schrieb Angeliño.

UNMUT II: Mit lauten Pfiffen wurden die Spieler von Hertha BSC nach dem enttäuschenden 0:2 gegen VfB Stuttgart von den eigenen Fans verabschiedet. Wegen der Corona-Pandemie waren nur 4000 Zuschauer im Berliner Olympiastadion, doch die machten sich lautstark bemerkbar. Auch in Mainz waren Anhänger nach dem 0:1 gegen Bayer Leverkusen vernehmbar, FSV-Coach Jan-Moritz Lichte war nach dem Schlusspfiff in wüsten Diskussionen mit Fans auf der Tribüne. Es sei nur ein «Meinungsaustausch» gewesen, wiegelte der Trainer ab. Insgesamt durften nur 250 Zuschauer ins Stadion der Rheinhessen, die weiter auf den ersten Punktgewinn warten.

Am Sonntag werden es nicht viel mehr auf den Schauplätzen: Die Partien zwischen dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/Sky) sowie dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Union Berlin werden vor maximal 300 Zuschauern stattfinden. Sportlich will der Revierclub einen Negativrekord vermeiden: Sieben Ligaspiele in Serie haben die Königsblauen noch nie verloren - mit einer Niederlage wäre es so weit. «Wir wollen uns offensiver ausrichten», kündigte Trainer Manuel Baum an, der in seinem zweiten Spiel bei Schalke die Trendwende schaffen will.

Die Zahlen zum Samstag:

7 - Stuttgart hatte zuletzt in der Saison 2008/09 sieben Punkte aus vier Spielen. Damals wurde der VfB am Ende Dritter.

18 - Mit seinen beiden Treffern beim 4:1-Erfolg in Bielefeld hat Bayern-Stürmer Robert Lewandowski nun gegen alle 18 Bundesligisten getroffen - wie sonst auch Schalkes Vedad Ibisevic.

2014 - Erstmals seit Februar traf Marco Reus beim 1:0 bei der TSG 1899 Hoffenheim wieder für Borussia Dortmund. Sein bislang letzter Treffer als Joker liegt noch deutlich länger zurück. Nach einer Einwechslung traf der Nationalspieler zuletzt im März 2014.

© dpa-infocom, dpa:201018-99-983966/3

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18. 10. 2020
12:02 Uhr

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